Besucherregelung

während der COVID-19 Pandemie (Stand: 05.01.2021)

Hintergründe

Grundlage dieses Konzeptes ist die „Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronaschutzverordnung)“ in der aktuell gültigen Fassung. Hier wird insbesondere Bezug auf § 5 genommen, der verlangt den Eintrag von Coronaviren in die Einrichtung zum Schutz von Patient*innen und Mitarbeitenden durch erforderliche Maßnahmen zu erschweren.
Weiterhin wird die Allgemeinverfügung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW zum „Schutz von Krankenhäusern und Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen vor dem Eintrag von SARS-CoV-2-Viren unter Berücksichtigung des Rechts auf soziale Kontakte der Patientinnen und Patienten (Corona AV Krankenhäuser/Vorsorge und Rehabilitationseinrichtungen und Besuche)“ vom 22.12.2020 umgesetzt.

Besuche in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sind nach § 5 Abs.2 auf der Grundlage eines einrichtungsspezifischen Besuchskonzeptes möglich. In diesem Konzept werden dazu die Empfehlungen und Richtlinien des Robert KochInstituts umgesetzt. Es werden ein geeignetes Screening der Besucher (inklusive einer Antigen-Schnelltestung) auf Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion vor Eintritt in die Einrichtung, ein Besucherregister entsprechend § 4a der CoronaSchVO und Maßnahmen zur Information der Besucher*innen über die aktuellen Hygienevorgaben vorgesehen. Für die Ermöglichung von Besuchen werden Besuchszeiträume und Obergrenzen für die Anzahl der Besucher pro Station festgelegt. Besuchsverbote für die gesamte Einrichtung oder einzelne Stationen können erlassen werden, wenn das aktuelle Infektionsgeschehen dies erfordert.
Durch die Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass bei Vorliegen von Symptomen einer COVID-19-Infektion kein Zutritt zu der Einrichtung erfolgt, auf der anderen Seite aber in möglichem Umfang soziale Kontakte der Patient*innen ermöglicht werden. Sollte trotz aller Maßnahmen ein Besucher SARS-CoV-2 positiv sein, sollen ausschließlich geschützte Kontakte entstehen, so dass weder Patient*innen noch Mitarbeitende gefährdet werden.

Besuchsregelung

In Einklang mit den rechtlichen Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen und zur Verhinderung der vollständigen sozialen Isolation der Patient*innen werden folgende Festlegungen zur Regelung von Besuchskontakten getroffen:

  • Ab dem 05.01.2021 gilt Besuche unserer stationären Patient*innen folgende Regelung:
  • Aufgrund der Stationseigenschaften (Akutklinik) und der besonderen Infektionsanfälligkeit der dort behandelten Patient*innen gilt diese Besuchsmöglichkeit nicht für die Stationen 1 (Intensiv) und 3 (geschützter Bereich). Diese bleiben weiter für Besucher*innen gesperrt.
  • Besuche auf den anderen Stationen sind von Montag bis Freitag Uhr zu folgenden Zeiten gestattet:
    • 10:30 Uhr bis 11:30 Uhr
    • 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr
    • 15:15 Uhr bis 16:15 Uhr
  • Durch die baulichen Gegebenheiten muss die Anzahl der Besucher*innen für die Stationen begrenzt werden, um die Anzahl der Personen und die Mindestabstände gewährleisten zu können. Daher wird die Anzahl der Besucher*innen für alle Stationen auf maximal 4 Besucher*innen pro Stunde eingeschränkt. Erst wenn diese die Station verlassen haben können weitere Besucher auf die Station kommen.
  • Als Besuchsräume werden festgelegt:
    • Station 2: Flure vor den Stationen mit maximal 4 für Besuchern
    • Station 4 und 5: jeweils Freifläche im Treppenhaus und Flur zwischen den Stationen (Station 4 links und Station 5 rechts vom Aufzug) für maximal 4 Besucher
  • Alle Patient*innen dürfen einmal in der Woche Besuch empfangen, dabei wird pro Besuch eine Besuchsperson zugelassen. Gruppenbesuche und Besuche durch 2 Personen gleichzeitig sind aus Platzgründen und bei der Vielzahl der Besuche nicht möglich, da ansonsten die Mindestabstände nicht gewährleistet werden können.
  • Besuchstermine müssen telefonisch für die jeweiligen Patient*innen für den entsprechenden Besuchstag vereinbart werden, ebenfalls um eine zu große Ansammlung von Personen auf den Stationen zu verhindern. Es können Besuchstermine nicht zugelassen werden, wenn die maximale Anzahl Besucher pro Tag und Station erreicht ist. Es wird durch eine Besuchsliste darauf geachtet, dass alle Patient*innen Beuche empfangen können. 0221-2784-14075
  • Besucher*innen werden nur nach Absprache mit der Station für Besuche zugelassen. Spontane Besuche sind nicht möglich.
  • Einschränkungen der Besuchsrechte können aufgrund der infektiologischen Situation erfolgen, wenn es die Behandlung einzelner Patient*innen erfordert oder auf einer Station Fälle von SARS-CoV-2-Infektionen aufgetreten sind. So können Patient*innen auf Stationen, die unter Stationsquarantäne stehen, nicht besucht werden, bis die Quarantäne aufgehoben wird. Den Besucher*innen wird dies mitgeteilt.
  •  Patient*innen die aufgrund einer SARS-CoV-2-Infektion in Isolierung sind, können ebenfalls keinen Besuch empfangen.
  • Um die Kommunikation mit den Angehörigen sicherzustellen, werden die Besucher*innen, die enge Kontakte der Patient*innen sind und Auskunft erhalten können, gebeten ihre Telefonnummern zu hinterlassen, so dass im Falle gesundheitlicher oder anderer Probleme von Sieten der Klinik unverzüglich Kontakt aufgenommen werden kann. Andersherum ist es den Angehörigen immer möglich, Kontakt mit der Klinik aufzunehmen und ggf. auch telefonische Besprechungs-termine zu vereinbaren. Persönliche Treffen können nur in Einzelfällen, nach vorheriger Absprache unter den Schutzbedingungen für Patientenbesuche erfolgen. Dies gilt auch für den Sozialdienst.

Ablauf des Besuchs

Um einen geregelten Besuchsablauf für möglichst viele Besucher*innen zulassen zu können, werden folgende Punkte geregelt:

  • Der Zugang zu den Stationen erfolgt zentral für alle Stationen über die Pforte. Der Mindestabstand von 2 Metern ist im Wartebereich der Pforte einzuhalten.
  •  Vor Beginn der Besucherregistrierung müssen sich die Besucher*innen die Hände an dem dafür vorgesehenen Desinfektionsmittelspender desinfizieren.
  • Alle Besucher erhalten einen zertifizierten chirurgischen Mund-Nasen-Schutz, der während des Besuchs korrekt über Mund und Nase zu tragen ist. Nach Aufsetzen des Mund-Nasen-Schutzes sollen sich die Besucher*innen erneut die Hände desinfizieren.
  • Besucher*innen müssen vor Beginn des Besuches ihren Namen, ihre Adresse, die Telefonnummer und die E-Mail-Adresse, sowie eine Auskunft über den infektiologischen, coronabezogenen Gesundheitszustand auf einem entsprechenden Formular angeben (Selbstauskunft) und unterschreiben, dass die Daten für vier Wochen gespeichert werden dürfen.
  • Bei möglichen Symptomen einer Corona-Infektion, nach Kontakt zu einer mit COVID-19 infizierten Person oder bei sonstigen ansteckenden Erkrankungen darf der Besuch nicht angetreten werden und ist untersagt. Folgende Symptome (Vorliegen der Symptome aktuell oder in den letzten 14 Tagen) können auf eine COVID-19 Erkrankung hinweisen:
    • Fieber
    • Husten/Kurzatmigkeit/Halsschmerzen
    • Übelkeit/Erbrechen/Durchfall
    • Schnupfen
    • Verlust des Geruchs- und/oder Geschmacksinns
  • Im Rahmen der Registrierung erfolgen auch die Messung der Körpertemperatur und deren Dokumentation.
  • Die wichtigsten Hygieneregeln werden allen Besucher*innen mittels eines Flyers und auf Aushängen vermittelt. Ansprechpersonen für die Hygieneregeln sind die Pflegkräfte auf den Stationen, die zusammen mit allen Mitarbeitenden aufgefordert sind, die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren.
  • Die Besuchsperson muss sich pünktlich zur vereinbarten Zeit (20 Minuten vor Besuchsbeginn) an der Pforte einfinden. Verspätetes Erscheinen führt zu Begrenzung der maximal 60-minütigen Besuchszeit, um den anderen angemeldeten Besucher*innen einen Besuch zu ermöglichen.
  • Das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes ist im gesamten Gebäude ohne jede Ausnahme Pflicht. Ohne Mund-Nasen-Schutz wird der Zutritt zu den Stationen nicht gestattet. Er darf während des gesamten Besuches nicht ausgezogen werden. Zuwiderhandlung führt zu einem sofortigen Abbruch des Besuches. Alle Mitarbeitenden werden angehalten, das korrekte Tagen des Mund-Nasen-Schutzes zu kontrollieren.
  • Der Weg zur Station ist unverzüglich und ohne große(n) Verzögerung/Umweg anzutreten. Ein Aufenthalt an anderen Orten/ der Kontakt zu anderen Personen im Gebäude ist untersagt.
  • Während der gesamten Besuchszeit ist der Mund-Nasen-Schutz von der Besuchsperson und auch von den besuchten Patient*innen durchgehend zu tragen.
  • Der Besuch erfolgt in den oben angegebenen Bereichen. Mitgebrachte Gegenstände (z.B. Wä-sche, Hygieneartikel) können durch die Besucher*innen in die Zimmer der Patient*innen gebracht werden. Dort sollen die Besucher*innen sich aber nicht länger aufhalten, als zum Tausch der Gegenstände zwingend notwendig ist.
  • Der zwingende Mindestabstand von 2 Metern ist während des gesamten Besuchs einzuhalten. Körperlicher Kontakt (Umarmungen o.ä.) sind zum beidseitigen Wohl von Patient*in und Besuchsperson ausdrücklich zu unterlassen.
  • Der Besuch ist vornehmlich auf den äußeren gut belüfteten Flächen der Stationen abzuhalten. Eine Begleitung der besuchten Patient*innen in den Außenbereich oder ein Ausgang mit den Besucher*innen ist nicht möglich.
  • Bei Regelmissachtungen sind wir gezwungen den Besuch jederzeit abzubrechen und bei Wiederholung ggf. ein Besuchsverbot auszusprechen. Hierzu wird, zum Schutz der behandelten Patient*innen und der Mitarbeitenden von Hausrecht Gebrauch gemacht.
  • Der Besuch endet immer nach 60 Minuten. Alle Besucher*innen verlassen ohne weitere Aufforderung dann die Stationen und das Gebäude, ohne weiteren Aufenthalt oder Umwege.

Sonderregelungen

  • Bei folgenden Personengruppen werden veränderte Regelungen angewendet:
    • Pflegende Angehörige
    • Besucher Station 1 und 3
    • Seelsorger*innen
    • Betreuer*innen (Verfahrenspfleger*innen, Anwält*innen etc.)
    • Besucher von palliativen/sterbenden Patient*innen
  • Pflegende Angehörige entlasten die Pflegekräfte der Stationen und erleichtern dadurch die Versorgung der anderen Patienten. Daher sollen diese auch unter den Bedingungen der Pan-demie die Versorgung weiter übernehmen. Da es sich um längere Kontakte handelt, erhalten diese Besucher*innen 1x/Woche (Testung Montag bis Donnerstag möglich) einen Antigen-Schnelltest (Kosten pro Test: 15,00 Euro). Es wird ausschließlich der SARS-Cov-2 Antigen Rapid Test der Firma Roche für die Schnelltestung verwendet. Der dazu notwendige tiefe nasopharyngeale Abstrich und die Durchführung des Tests wird ausschließlich von speziell geschultem Fachpersonal durchgeführt. Nach der Testung begeben sich die Besucher*innen in die Wartezone im Foyer, bis das Testergebnis vorliegt. In der Wartezone ist ein Mindestabstand von 2 Metern einzuhalten. Erst nach Erhalt des negativen Testergebnisses können die Besucher*innen die Station betreten.
  • Sie füllen bei jedem Besuch eine Selbstauskunft aus und bestätigen die Symptomfreiheit. Damit ist ein täglicher Besuch, auch im Patientenzimmer möglich. Die anderen Regeln für Besucher*innen bleiben auch für die pflegenden Angehörigen bestehen. Sie werden nicht zu den 2 Besuchern/Stunde gezählt.
  • Besuche auf den Stationen 1 und 3 werden nur in individuellen Einzelsituationen möglich gemacht und bedürfen der Absprache mit den Oberärzten der Stationen, da hier besonders Infektionsanfällige Patient*innen betreut und behandelt werden. Für Besucher*innen der Stationen 1 und 3 (Intensiv und geschützter Bereich) erfolgt vor jedem Besuch ein kostenpflichtiger Antigen-Schnelltest (15 Euro pro Test). Alternativ zum Antigen-Schnelltest vor Ort, können die Besucher*innen eine ärztliche Bescheinigung eines negativen SARS-CoV-2 PCR-Tests (nicht älter als 72 Stunden) oder eines SARS-CoV-2- Antigen-Schnelltests (nicht älter als 24 Stunden) vorlegen. Dann erfolgt kein Antigen-Schnelltest.
  • Seelsorger*innen und Betreuer*innen (Verfahrenspfleger*innen, Anwält*innen etc.) werden wie andere Besucher*innen behandelt, unterliegen aber nicht der Obergrenze von 2 Besucher*innen/ Stunde. Insbesondere die beruflich mit der Betreuung von Patient*innen befassten Personen werden gebeten, möglichst viele Angelegenheiten telefonisch oder digital zu klären und Besuche auf ein Minimum zu beschränken.
  • Besucher von palliativen/sterbenden Patient*innen haben ganztägig Zugang zu den Patient*innen. Bei ihnen muss kein Antigentest erfolgen (trotz längerem Besuch oder Besuch auf Station 1 und 3). Sie dürfen sich nur im Zimmer der – regelmäßig im Einzelzimmer untergebrachten Palliativpatienten – aufhalten, müssen ansonsten immer Mund-Nasen-Schutz tragen und sollen mit anderen Personen keinen Kontakt haben. Insbesondere wenn sich während des Besuches Mitarbeitende im Patientenzimmer aufhalten ist der Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Die vorstehenden Regelungen dienen ausdrücklich dem gesundheitlichen Schutz der uns anvertrauten Patient*innen und aller Mitarbeitenden der Reha Nova. Sie sollen die sozialen Kontakte der Patient*innen nicht übergebührlich einschränken, aber Infektionsrisiken weitgehend minimieren.
Nur zusammen mit den Angehörigen und Besucher*innen können wir einen bestmöglichen Schutz der Patient*innen bewerkstelligen. Daher bitten wir, auf Besuche im Sinne der Patient*innen zu verzichten oder diese weitgehend zu reduzieren und vermehrt telefonische oder sonstige, auch digitale Kontaktmöglichkeiten zu nutzen.